Erstellt: Hartl Torsten

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06258 Schkopau / OT Döllnitz

IMPRESSUM

Verantwortlichkeit : Mitglieder der PRO Döllnitz Wählergemeinschaft Vertrauenspersonen : Udo Arno Schmidt, Hartl Torsten
Fraktion PRO Döllnitz Würden
Artikel zur Ausgabe S.E.L.A 11-2023
Liebe Schkopauer Mitbürger, unsere Fraktion PRO Döllnitz Würden meldet sich eher weniger an dieser Stelle, nicht weil wir nix zu sagen hätten, leider ist es bei drei aktiven Mitgliedern bereits ein Kraftakt alle Ausschüsse zu besetzen und personell abzusichern. In Anbetracht der sich nähernden Kommunalwahlen wird dieser Bereich des SELA ja nun von allen Gemeinderatsfaktionen intensiver genutzt. Wir möchten aber nicht auch noch in den Chor derer „wir machen gerade Haushaltsplanung“ einstimmen, sondern den Focus auf einen Bereich legen, mit dem wir uns in den vergangenen Monaten sehr intensiv beschäftigt haben und der unserer Meinung nach auch mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden müsste. Wir wollen quasi den Finger in die Wunde legen und aufzeigen, dass es extreme Defizite und expliziten Handlungsbedarf im Bereich der Struktur und Organisation der Freiwilligen Feuerwehr in unserer Gemeinde gibt. Der überarbeitete Entwurf der Neuschreibung des Brandschutzbedarfsplanes und die dazugehörige Risikoanalyse wurden dem Gemeinderat zur Diskussion vom Ordnungsamt zur Verfügung gestellt. Die fachlichen Expertisen und bedingt örtliche Besonderheiten sollen durch die Ortsfeuerwehren noch zusätzlich eingearbeitet werden. Dieses Prozedere begrüßen wir als Fraktion ausdrücklich. Im Entwurf finden sich unter anderem auch Vorschläge, die sich eher mit der Zukunft der Struktur der Gemeindefeuerwehr beschäftigen. Ein Vorschlag ist beispielsweise die Zusammenlegung einzelner Ortsfeuerwehren Korbetha mit Schkopau und Döllnitz und Lochau etc.. Diese Zusammenlegungen sollten aber nicht „aus dem Bauch heraus“ erfolgen, sondern im Vorfeld einer genauen ingenieurtechnisch fundierten Prüfung unterzogen werden. Die Risikoanalyse listet die technische Ausstattung und die Struktur für jede Ortsfeuerwehr auf, ebenso die zu betreuenden Bereiche und damit verbundenen Gefahrenpunkte bzw. -zonen. Die geographische Lage der möglichen Risikoeinsatzorte und vorhandenen Wasserversorgungen sind ebenfalls erfasst. Dies und sicherlich viele weitere Punkte wie mögliche Brandausbreitungen und Ausbreitungsgeschwindigkeiten, dafür erforderliche Mengen an Löschmedien usw. sind im Vorfeld zu analysieren und fachlich zu bewerten, bevor eine Entscheidung über eine mögliche Standortzone und deren echten Umsetzungsmöglichkeiten, damit dieser Gefahrenort auch mit der Löschmannschaft in den gesetzlich vorgegebenen Zeiten zu erreichen ist. Wenn eine solche Analyse vorliegt, dann sollte diese den betroffenen Ortsfeuerwehren durch die Gemeinde und den Gemeindewehrleiter in einem gemeinsamen Termin vorgestellt werden. Dazu gehört, dass mit offenen Karten gespielt wird und den Kameraden alle betreffenden Unterlagen zur Verfügung gestellt werden, um sich ein eigenes Bild zu machen. Dann erst ist es möglich, über das Prozedere einer Zusammenlegung von Ortswehren in unserem Gemeindegebiet nachzudenken, auf sachlicher Basis und auf Augenhöhe gleichberechtigt mit allen Kameraden aller Ortswehren. Wir möchten daran erinnern, dass entsprechend der bisher veröffentlichten Statistik personell keine Ortswehr zum gegenwärtigen Stand in der Lage ist, eigenständig einen vollständigen Löscheinsatz tagsüber zu fahren. Wir sind auf ein interaktives, kameradschaftliches Miteinander unserer Wehren angewiesen und jegliche Schnellschüsse und Forderungen in Bezug auf Zusammenlegung und Fantasiegerätehäuser sind an dieser Stelle kontraproduktiv. Nachdem wir jetzt fast 2 Jahre vom neu besetzten Amtsleiter des Ordnungsamtes mit der Vorlegung einer Neuschreibung des Brandschutzbedarfsplanes vertröstet wurden und zwei Ausschusssitzungen im Ordnungsausschuss notwendig waren um alle Korrekturwünsche der Ausschussmitglieder und der berufenen Bürger aufzunehmen, entsteht bei uns der Eindruck, dass unser Fachamt mangels fachlicher Eigenqualifikation dringend externe Hilfe zur Erstellung benötigt. In weiteren zwei Sitzungen mit der Ortswehrleitung der FFW Döllnitz zeigte sich, dass Grundparameter zur Berechnung von Einsatztechnik und Einsatzkräften zur Gefahrenabwehr und deren Management dem Fachamt scheinbar unbekannt sind. Das gibt uns zu denken. Wir fordern deshalb den Gemeindebürgermeister Herrn Ringling und das Fachamt auf, eine fundierte Analyse und fachliche Bewertungen zu allen Punkten vorzunehmen, wenn nötig doch wieder mit externer Professionalität, bevor eine Zusammenlegung, egal welcher Ortswehren, angestrebt wird. Erst muss die Verwaltung ihre Hausaufgaben juristisch und fachlich korrekt erledigen, dann kann eine, in jedem Falle nur freiwillige Zusammenlegung von Standorten ins Gespräch kommen. Soweit die Kurzfassung, eine ausführliche Stellungnahme zum Thema Brandschutzbedarfsplan finden Sie auf www.PRO-Doellnitz.de , sie würde sonst den Rahmen des SELA an dieser Stelle sprengen. Wir wünschen Ihnen trotz der ernsten Worte dennoch eine entspannte Vorweihnachtszeit! Udo Arno Schmidt Fraktionsführer Pro Döllnitz Würden
Fraktionsvorsitzender der Gemeinderatsfraktion PRO Döllnitz des GR Schkopau Udo A. Schmidt